Rostpilze (Phragmobasidiomycetes)
Der Birnengitterrost
Gymnosporangium sabinae Winter, in Rabenh., Krypt.-Fl. Deutschl., 1(1), p. 232 (1881)
Lat. Syn.: G. fuscum DC. (1805) nom. illeg.
- Fam. Pucciniaceae Chev. 1826
- Subfam. Puccinioideae Azbukina 1972
- Trib. Gymnosporangiae Dietel 1928
Entwicklungstypus: Heteropsisform - wirtswechselnde Opsisform
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Haplophase (Sporophyt)
Pyrus communis (Birne): Blattoberseite mit intensiv orangenrot gefärbten Flecken. Im Zentrum der Flecken bilden sich zahlreiche, sehr klein ausgebildete Spermogonien, die für das ungeübte Auge nicht sichtbar sind.
Korrespondierend auf der Blattunterseite Ausbildung der Aecidien (siehe Bild unten).
Der eigentliche wirtschaftliche Schaden wird auf dem Birnbaum durch die Haplophase verursacht. |
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DikaryophasePyrus communis (Birne): Unterseite des obigen Blattes mit Ausbildung der Aecidien vom Roestelia-Typ. Ein Spezialfall von Aecidien, die weit aus dem Blatt, anfangs geschlossen, hervorragen. Bei der Reife öffnen sie sich schlitzartig und durchbrechen gitterartig, daher der Name "Birnengitterrost".
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Dikaryophase (Gametophyt)
Juniperus sabina (Sadebaum): An den Ästen bilden sich horn- polsterförmige gallertartige Teleutolager. Infektion erfolgt durch die auf den Birnenblättern gebildeten dikaryotischen Aecidiosporen.
Hier werden Teleutosporen gebildet, die im Frühjahr mit sogenannten Probasidien auskeimen auf denen sich monokaryotische Basidiosporen ausbilden. Diese wiederum infizieren die Birnenblätter auf der Oberseite und der Kreislauf beginnt von vorn. Neben dem Sadebaum fungieren als Diplontenwirte weitere Wacholder-Arten: Juniperus chinensis, Juniperus virginiana ... . |
Empfehlenswerte Literatur:
Uwe Braun: "Die Rostpilze der DDR", Feddes Repertorium, 93 (1982), pp 213 - 331
Nähere Beschreibung auf der Seite der TU München Forstbotanik
in statu nascendi
© 2005 by Selmar Petzoldt